Zurück in den Job

Mein Weg zurück in den Beruf
 

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Wartezeit

Leider gehöre ich eher zu der ungeduldigen Sorte Mensch und finde es furchtbar immer warten zu müssen. Momentan kann ich mich nur leider mit nichts anderem beschäftigen: Keine Stellenausschreibungen auf die ich mich bewerben könnte, die Fortbildung an der ich teilnehmen möchte ist erst im Juni und so ein wenig verliert sich gerade die Hoffnung, dass das dieses Jahr noch etwas mit dem Job wird.

Im März werde ich mein Glück noch bei der Beratungsstelle vom Frauenbüro Oldenburg versuchen. Bis dahin ist aber auch noch ein wenig Zeit. Also einfach mal in Ruhe die Erkältung auskurieren und zurücklehnen.

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#Aufschrei

Traurig, Erschreckend, Wütend können einen diese ganzen Tweets zurzeit unter #Aufschrei auf Twitter machen. Aber es gibt wohl kaum eine Frau, die das noch nicht erlebt hat.

Ich muss mich wohl auch dazu bekennen, dass es mir kaum besser geht. Früher habe ich das auch mehr abgetan und mir gedacht, dass sind doch nur blöde Sprüche.

Als blöden Spruch erlebt man es aber nicht mehr, wenn man darunter leiden muss. Als Mutter wird man überhaupt nicht mehr ernst genommen und im Arbeitsleben hat man doch gar nichts zu suchen. Schön zu Hause bei den Kinderchen bleiben und dafür dann die Herdprämie bekommen. Zu traurig: Da haben wir so viele Frauen ganz oben an der Spitze der Politik und was machen die: Bezahlen uns Frauen für's zu Hause bleiben und katapultieren uns mal eben zurück in die 50er Jahre! Man bekommt das Gefühl, dass auch diese Damen nur Marionetten sind und keine gestanden Frauen, die in der Lage sind, sich gegen Männer durchzusetzen. "Nein" sagen, wenn es ums Betreungsgeld geht und dafür sorgen, dass wir Mütter in unserer Rolle als Berufstätige mehr Anerkennung erhalten. 

Aber helfen tut jammern leider auch nichts: Immerhin habe ich davon auch noch keinen Job gefunden. Ich kämpfe einfach weiter!

Da hilft nur Kreativität

Da sich auf der Suche nach einer Stelle gerade nicht viel tut - außer postwendente Absagen - arbeite ich weiter fleißig daran, meine "anderen" Jobs auszubauen.

Meine Haupteinnahmequelle ist zurzeit die Kindertagespflege. Da ich das aber nicht auf Dauer machen möchte habe ich vor einiger Zeit meinen eigenen Onlineshop aufgebaut. Am Donnerstag habe ich mich dann vom Frauenbüro Oldenburg - Existenzgründung für Frauen (EFA) beraten lassen. Insgesamt ein sehr postives Ergebnis. Vor allem ist es auch hilfreich, mal mit jemanden über seine Ideen zu sprechen. Als Ergebnis bleibt nun nur "Geduld" und weitere Marketingmaßnahmen. Hauptberuflich werde ich aufdrung des geringen Eigenkapitals nicht betreiben können. Aber ich bleibe dran. Die Idee scheint jedenfalls gut anzukommen (Geeky Kids für die, die jetzt neugierig geworden sind!).

Vielleicht findet sich ja auch noch die ein odere andere Idee ein wenig Geld im Internet und als Autorin und Referentin zu verdienen. Wer was weiss, darf mir gern mailen.  

Als Mutter bleibt einem leider nichts übrig als kreativ zu sein und zu schauen, womit man seine Brötchen verdienen kann. Die Berufswelt halt leider wenig interesse an uns. Wie schade!

 

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Bildungspärmie

Um wieder auf den neuesten Stand zu kommen und noch mehr Zeugnisse und Zertifikate meiner Bewerbung beilegen zu können, habe ich heute einen Beratungstermin für die Bildungsprämie vereinbart. Was wohl viele nicht wissen: Wer eine Weiterbildung machen möchte, kann einen Prämiengutschein erhalten, der bares Geld wert ist.

Wer erwerbstätig ist und weniger als 20.000 € bzw. 40.000 (bei Verheirateten)  verdient, der kann sich einen Prämiengutschein ausstellen lassen. Damit wird die Hälfte der Serminargebühren gezahlt, max. aber 500 €. Wer also wie ich ein Seminar besuchen möchte, dass 150 € kostet, so zahle ich mit Gutschein nur 75 €. Das finde ich doch mal eine tolle Sache. Dafür muss ich nur zu einem Beratungsgespäch. Ich habe das bereits vor zwei Jahren schon einmal gemacht und das hat alles super geklappt.

Mehr Informationen gibts hier: Bildungsprämie

Wenn dann alles klappt werde ich im Juni einen Kurs zur Auffrischung meines Wissens über Arbeitsrecht machen.

 

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Immer diese Absagen

Okay, ich weiss ich stehe auf der TOP 10 Liste der Absagenkandiaten, aber könnten sich die Unternehmen nicht mal originellere oder vielleicht lustige Texte überlegen. Da hätte man doch wenigstens was zu lachen. Sollte ich mir gleich mal als Idee notieren, wenn ich wieder in der Personalabteilung arbeite. Oder gleich mit so etwas im Anschreiben bewerben. Vielleicht sollte ich meine Anschreiben etwas lustiger gestalten? Schaden kann es nicht. Was kann schon mehr passieren, als wieder eine dieser netten Absagen?

Aber zurück zur TOP 10 Liste. Ich erfülle nämlich eine Menge der Kriterien, weshalb mich keiner Einstellen möchte:

1. Frau mit Kind: Die ist ja immer zu Hause, weil das Kind krank ist! Liebe Unternehmen, vielleicht sollte ich in meiner Bewerbung aufführen, dass Kinder zwar ca. 16 Infekte im Jahr durchmachen, aber deshalb nicht immer gleich krank sind. Manche sind eher harmlos und bis auf eine laufende Nase, merkt man nichts. Außerdem habe ich einen Mann, der auch mal wegen Kind krank zu Hause bleiben kann: Der hat nämlich auch die Möglichkeit 2 Tage im Monat im Home Office zu arbeiten. 

2. Frau im Alter, in dem sie noch Kinder bekommen kann: Klares Risiko, dass ich leider hier niemanden nehmen kann. Auch wenn unsere Familienplanung abgeschlossen ist, aber da man bei dem Thema durchaus lügen darf, kann ich es wohl niemanden klaubhaft vermitteln. 

3. Kann keine Überstunden machen: Nein liebe Arbeitgeber, ich kann tatsächlich nicht 12 Stunden am Tag arbeiten: Unbezahlte Überstunden mache ich NIE wieder. Da habe ich meinen Teil gelernt. Wenn ihr meine Arbeitskraft benötigt, dürft ihr dafür bezahlen. Dafür kann man es aber sicher einrichten, dass man bezahlt auch mal länger bleibt. Zwar schließen Kindergärten pünktlich und halten nicht viel davon, wenn man sein Kind einfach mal länger da lässt, aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, sein Kind betreuuen zu lassen.

4. Lange raus aus dem Beruf: Ich gebe zu, ich habe nun fast 4 Jahre nicht mehr in meinem Beruf gerarbeitet: Aber es gibt so etwas wie Fortbildungen und ich bin schon dabei, mich wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Mit ein bißchen fleiß ist man schnell wieder drin im Job. Alle anderen Mitarbeiter müssen auch erst einmal eingearbeitet werden. 

Immerhin habe ich schon ziemlich viele Vorstellungsgespräche geführt, jede Menge Bewerbungsmappen in der Hand gehalten: ich weiss, dass Bewerber mit diesen Kriterien ganz schnell aussortiert werden, aber liebe Personaler-Kollegen: Legt meine Bewerbung nicht so schnell zur Seite: Lernt mich und Kolleginnen in ähnlicher Situation erst einmal kennen!

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Unterstützung beim Wiedereinstieg

Das Thema Rückkehr in den Beruf von Frauen steht Momentan sehr hoch im Kurs. Da aufgrund des demographischen Wandels in Zukunft immer weniger Arbeitskräfte dem Markt zur Verfügung stehen. Da heißt es Reserven aktivieren. Wie soll ich sagen: Ein wenig hoffe ich natürlich auch darauf, dass sich das für mich positiv auswirkt. Wahrscheinlich wird es noch einige Jahre dauern, bis sich etwas merklich verändert. So lange wollte ich eigentlich nicht warten.

In Oldenburg gibt es Hilfe  von der Koordinationsstelle Frauen und Wirtschaft. Sicher gibt es solche Stellen in anderen Städten und Gemeinden ebenfalls. Einfach mal vor Ort informieren.

In Oldenburg wird Beratung angeboten und es gibt Kurse. Der Nachteil: Alles Vormittags. Also wenn man wie ich durchaus arbeitet, etwas unpraktisch. Ich werde also bis zu meinem Urlaub im März warten müssen, bis ich einen Beratungstermin vereinbaren kann. Die Koordinationsstelle steht nämlich auch im Kontakt mit Oldenburger Betrieben. Vielleicht ergibt sich hierüber das ein oder andere. Wirklich wichtig sind Beziehungen: Man muss eben jemanden kennen! Da hilft nichts anderes als raus gehen und sich bekannt machen. Ich arbeite dran!

Link zur Website der Koordinationsstelle Frauen und Wirtschaft

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Was bisher geschah...

Für den Einstieg erst mal ein paar Informationen zu meiner Vergangenheit: Nach kaufmännischer Ausbildung, Studium der Wirtschaftsinformatik und Fortbildung als Personalreferentin, habe ich vor der Elternzeit in einem Konzern im Personalbereich gearbeitet und alle anfallende Personalarbeiten für den IT-Dienstleister im Konzern erledigt. Insgesamt kann ich 6 Jahre Berufserfahrung im kaufm. Bereich vorweisen.

Dann kam mein Sohn: Kein Betreuungsplatz! Also zu Hause geblieben und um Geld zu verdienen, als Kindertagespflegeperson gearbeitet. Weil ich aber auch mal raus muss arbeite ich dazu noch als Referentin und gebe Kurse für Kindertagespflegepersonen im betriebswirtschaftlichen Bereich (wir sind Selbstständig) und veröffentlicht habe ich in diesem Bereich auch schon erfolgreich. 

Letztes Jahr habe ich noch einen Onlineshop eröffnet: www.geeky-kids.de. Mit wenig Eigenkapital ist es mir allerdings nicht möglich, hierin Hauptberuflich zu arbeiten. Schön wärs, aber so wächst der Shop eben langsam und gemütlich. Es macht einfach Spaß.

Damit keine Langeweile aufkommt, arbeite ich auch noch ehrenamtlich bei der Berufsvereingiung der Kindertagespflegepersonen e. V. in der Regionalgruppe Oldenburg mit den Kollegen daran, die Rahmenbedinungen in der Kindertagespflege zu verbessern.

Nun hatten wir aber doch einen Sechser im Lotto und haben einen 9 Stunden Betreuungsplatz im Kindergarten für unseren Sohn bekommen. Jetzt würde ich gern wieder in meinen Beruf zurück, aber das gestaltet sich nicht so einfach...

 

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